Erfolg durch Design Thinking: Teamausrichtung

Fast jeder kennt die Situation – ein Projektteam trifft sich in einer Besprechung, es wird diskutiert und Folgeaktivitäten vereinbart. In der Folge rennen die Beteiligten in alle möglichen Richtungen.

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Dabei ist es Glück, wenn das Phänomen rechtzeitig erkannt wird und nicht erst am Projektende. Was sind die Gründe und wie kann erreicht werden, dass das Team in dieselbe Richtung läuft?

Die Gründe hängen unter anderem mit unserem erlernten Verhalten zusammen: Wir sind es gewohnt, Aufgaben anzunehmen und sie zielstrebig zu lösen. Häufig als Einzelperson. Wir haben sehr schnell einen Lösungsansatz im Kopf und können es kaum erwarten, diese Lösung zu realisieren. Während diese Methode bei Einzelpersonen und Routineaufgaben effektiv sein kann, ist sie in Gruppenprozessen sehr ineffektiv. Selbst wenn die Diskussion im Team eine scheinbare Übereinstimmung ergibt, ist es häufig so, dass die Teilnehmer eine unterschiedliche Wahrnehmung des Ziels und der Aufgaben haben. Das Gehörte wird durch einen Wahrnehmungsfilter aufgenommen, der nur die Aussagen aufnimmt, die das eigene Verständnis bestätigen. Unterschiedliche Stakeholder in Projekten können auch abweichende Interessen verfolgen.

In unseren Design Thinking Workshops setzen wir daher Methoden ein, anhand derer alle Teammitglieder dasselbe Verständnis von der Aufgabenstellung entwickeln. Dafür wird die Aufgabe in einem Satz formuliert und die Gruppe diskutiert verschiedene Deutungsmöglichkeiten. Danach wird der Auftraggeber erneut befragt und kann dann Annahmen bestätigen oder verwerfen. Ausserdem kann er wichtige Kontextinformationen geben.

Nach einer umfassenden Recherche formuliert das Team die Erkenntnisse in 2 – 3 Sichtweisen und einigt sich auf eine Persona (Kunde oder fiktive Person), für die die formulierten Probleme gelöst werden sollen. Diese Persona wird mit möglichst vielen Charaktereigenschaften und Zusatzinformationen greifbar gemacht, damit alle Gruppenmitglieder ein gemeinsames Verständnis entwickeln. Visual: Kooperation

Danach werden Ideen gesammelt, die zu den Sichtweisen und der Persona passen. Diese werden geclustert und priorisiert. Basierend darauf entsteht ein schneller Prototyp, der als Ausgangspunkt für Folgeaktivitäten genutzt wird. Erst danach geht jeder Beteiligte weitere Schritte ggf. einzeln an.

Bei folgenden Meilensteinen dienen die Standpunkte, die Persona und der schnelle Prototyp als Referenz bezüglich der Zielerreichung.

Die gemeinsame Ausrichtung auf ein Ziel erfordert initial einen größeren Aufwand, erspart aber im Projektablauf Konflikte, zeitraubende Zwischenabstimmungen und führt mit größerer Wahrscheinlichkeit zum Projekterfolg – ein Gewinn für alle Beteiligten!

Im folgenen Beitrag geben wir ein Praxisbeispiel, wie die Teamausrichtung durch Design Thinking funktioniert.

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