Erst das Problem verstehen, bevor es gelöst wird

Design Thinking ist darauf ausgerichtet, Innovationsprozessen Struktur zu geben. Es baut auf bewährten Tools auf und paketiert sie in einem Bündel:

  • eine Geisteshaltung, die offen und empathisch auf Menschen blickt
  • diverse Teams
  • Räume, die flexibles Arbeiten (vor allem auch im Stehen) ermöglichen
  • ein in Innovationsprozessen bewährter Prozess

In diesem Blogbeitrag werde ich auf den Design Thinking Prozess eingehen, der vor allem darauf abzielt, dass das Problem erst verstanden, bevor es gelöst und anschließend die Problemlösung implementiert wird.

DT_Prozess

A. Problem verstehen

  • Verstehen

Die beteiligten Personen (Projektteam, Stakeholder, Endanwender) sind aufgerufen, zuerst ein gemeinsames Problemverständnis zu entwickeln, bevor sie über Lösungen nachdenken.

  • Beobachten

Beim Beobachten wird soviel Information wie möglich gesammelt. Vor allem geht es aber wirklich um das Beobachten, d.h. bewusstes Hinsehen, wenn Anwender ein Produkt nutzen. Dem Kontext kommt dabei eine besondere Rolle zu.

  • Standpunkt definieren

Die Beobachtungen werden mit den Aussagen der Nutzer abgeglichen – denn häufig ist Nutzern gar nicht bewusst, wie sie ein Produkt oder eine Serviceleistung wirklich verwenden Die dabei gewonnenen Einsichten werden in der Gruppe verarbeitet und daraus ein gemeinsamer Fokus auf eine bestimmte Problemstellung entwickelt.

B. Problem lösen

  • Ideen finden

Basierend auf den Fragestellungen, die sich aus den Einsichten ergeben, werden so viele Ideen wie möglich gesammelt. Methoden sind dabei verschiedene Brainstorming-Techniken, Achtsamkeitsübungen, Kombinationsexperimente, Spaziergänge….es werden zunehmend mehr.

  • Prototypen bauen

Der Prototyp soll das Team in die Lage versetzen, dem Kunden seine Ideen besser zu erklären. Der Kunde soll die Möglichkeit erhalten, mit dem Team in einen Dialog über Problemverständnis und Problemlösung zu gehen, bevor eine teure endgültige Lösung entwickelt wird.

  • Iteration

Durch Feedback und Verfeinerung nähern sich die Prototypen sukzessive an die endgültige Lösung an.

C. Implementierung

Der Übergang vom Prototypen zur Implementierung ist letztendlich fließend. Wichtig ist, dass bei der Projektplanung auch Zeit für die Iteration eingeplant wird.

Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas werden Sie beim Design Thinking sehr viel Spaß haben und sicher auch viel lachen. Humor ist ein wesentlicher Bestandteil beim kreativen Arbeiten. Bunte Post-Its und viel Kreativmaterial führen zu farbenfrohen Ergebnissen.

 

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